Kirchgeld 2017

Auch in diesem Jahr möchten wir Sie wieder herzlich um Ihre Kirchgeldspende bitten. Das Kirchgeld kommt direkt unserer Gemeinde zugute. Wir freuen uns über jeden Betrag, auch über kleinere Summen, und möchten an dieser Stelle auch allen sehr herzlich danken, die Monat für Monat ihre Kirchensteuer zahlen oder darüber hinaus etwas spenden.

Ihr GKR Borgsdorf/Pinnow

Konfirmandenfahrt nach Woltersdorf

Am Freitag nach der Schule starteten wir in Borgsdorf / Birkenwerder zu unserer diesjährigen Konfirmandenfreizeit, wieder in das ECBildungszentrum in Woltersdorf bei Berlin. Ca. 20 Konfirmanden und Pfarrerin Witte, Jason und Heye freuten sich auf das erlebnisreiche Wochenende. Schon auf der Fahrt freuten wir Konfirmanden uns, dass wir dort WLAN haben würden. Als wir angekommen waren, bezogen wir unsere Zimmer und gingen zum Abendessen. Anschließend trafen wir uns zur ersten Konfirmandensitzung. Zunächst haben wir uns mit einem lustigen Aus der Gemeinde Juni / Juli 2017, Nr. 29 Namensspiel einander vorgestellt, danach haben wir gesungen, gebetet und weitere Spiele gespielt. Zum Abschluss des Abends machten wir, wie auch im Jahr zuvor, eine Fackelwanderung zum Filmmuseum im hölzernen Aussichtsturm in den Kranichsbergen. Irgendwann nach 23 Uhr kamen wir wieder zurück und gingen dann auf unsere Zimmer, wo wir dann teilweise noch Musik hörten. Nach kurzer Nacht trafen wir uns um 8 Uhr zum Frühstück. Danach hatten wir am Vormittag wieder eine Konfirmandensitzung, die wir mit Liedern und Gebeten aufgelockerten. Das Thema der Konfirmandensitzung war die Geschichte über „Abrahams Versuchung“ aus dem Alten Testament. Wir wollten die Geschichte verstehen lernen, um sie im Vorstellungsgottesdienst eine Woche später zu präsentieren. Wir teilten uns in drei Gruppen auf. Die Malgruppe mit Frau Witte und die Schauspielgruppe mit Heye, in der auch ich war, versuchten die Geschichte malerisch und schauspielerisch wiederzugeben. Die Gottesdienstgruppe mit Jason war mit der Gestaltung des Vorstellungsgottesdienstes beschäftigt. Nach einem leckeren Mittagessen hatten wir drei Stunden Freizeit. In dieser Zeit gingen alle einkaufen oder spielten Tischtennis. Am Nachmittag gestaltete jeder eine Uhr nach seinen Ideen. Nach dem Abendbrot schauten wir einen traurigen Film über die Amish an, wozu wir Süßigkeiten aßen. Danach haben wir teilweise noch bis zwei Uhr gespielt oder geredet. Am Sonntagmorgen hielten wir nach dem Frühstück einen Gottesdienst ab, in dem auch die Arbeitsergebnisse der Arbeitsgruppen vorgestellt wurden. Nach dem Mittagessen mussten wir leider wieder abfahren. Ich wäre gerne noch länger geblieben!

Tillmann Staupe

Familienfreizeit 2017

Auch in diesem Jahr wird es eine Familienfreizeit geben. Das Ziel ist wieder Storkow, allerdings wird sonst vieles anders werden. Unser Domizil ist dieses Mal das CVJM Freizeitgelände im Ortsteil Wolfswinkel (www.cvjm-camp.de) mit direktem Zugang zum Storkower See. Das Freizeithaus, mit 2-6-Bett-Zimmern, ist komplett für uns reserviert und wir kochen selber. Auf dem Gelände gibt es viele Möglichkeiten zur Bewegung und zum Verweilen. Wir freuen uns über viele kleine und große Menschen, die vom 6.-8. Oktober 2017 mit uns nach Storkow fahren! Es gibt Zeit mit der eigenen Familie, Zeit mit anderen (großen und kleinen) Familien und Zeit in Gesprächen und Aktionen den eigenen Glauben zu ergründen. Der Reisepreis beträgt für Kinder ab 3 Jahren 30 EUR und für Erwachsene 45 EUR. Darin enthalten sind die Kosten für die Unterkunft und die Verpflegung von Freitagabend bis Sonntagmorgen. Anmeldungen bitte bis zum 4. Juli an Heike Lemmel (familienfreizeit-borgsdorf@online.de oder 03303/816 710) oder über die in der Kirche ausliegende Liste.

Es freuen sich auf Euch

Heike Lemmel und Romy Segler

Thomas Müntzer: Der „linke Flügel“ der Reformation

Am 13. Juli 1524 versucht der umtriebige Pfarrer Thomas Müntzer die Fürsten, die der Reformation Martin Luthers anhängen, für seine revolutionären Ziele zu gewinnen. Auf Schloss Allstedt beklagt er vor seinem Landesherrn, dem späteren Kurfürsten Johann dem Beständigen, die “arme zerfallene Christenheit“. Scharf greift er die sozialen Missstände an und folgert: Wenn die Fürsten nicht ihrer Juni / Juli 2017, Nr. 29 Aus der Gemeinde von Gott bestimmten Aufgabe nachkommen, die Frommen zu schützen und die Gottlosen zu strafen, ist das Volk von Gott auserwählt und verpflichtet, das Schwert und die Macht zu ergreifen. Der um 1490 in Stolberg (Harz) geborene Seelsorger, der mit der ehemaligen Nonne Ottilie von Gersen verheiratet ist, hat sich auch Martin Luther zum Feind gemacht. Luther, der ihn zuvor unterstützte, beschimpft ihn nun als „Satan von Allstedt“. Er sieht in dessen Radikalität eine Gefahr für sein Reformationswerk. Müntzer wehrt sich und bezeichnet Luther als „Dr. Lügner“ und „geistloses sanftlebendes Fleisch zu Wittenberg“. Er greift aus Nürnberg mit seiner „Hochverursachten Schutzrede“ Luthers Rechtfertigungslehre an: Sie sei nur Gnade für die Herrschenden und Besitzenden. Doch für die Besitzlosen sei sie Gesetz, Zwang und Strafe. Ende April 1525 greifen die Bauernaufstände von Süddeutschland nach Thüringen über. Müntzer sieht darin einen Wink Gottes, die bisherigen Obrigkeiten abzusetzen und die endzeitliche Trennung der „Auserwählten“ von den „Gottlosen“ einzuleiten. Am 15. Mai kommt es zu einer Schlacht auf einer Anhöhe bei Frankenhausen. Den weit überlegenen fürstlichen Truppen haben die Bauern nichts entgegenzusetzen. Sie werden niedergemetzelt. Müntzer wird gefangen genommen, gefoltert und am 27. Mai öffentlich hingerichtet. Sein Abschiedsbrief an die Aufständischen, die er dabei zur Einstellung des weiteren Blutvergießens aufruft, bezeugt sein prophetisches Sendungsbewusstsein: Das Volk habe ihn nicht recht verstanden, es habe nur den Eigennutz gesucht und sei deshalb von Gott gestraft worden. Seinen Tod versteht er als Sühneopfer für den Ungehorsam des Volkes gegenüber Gott. Thomas Müntzer gehört zum so genannten „linken Flügel“ der Reformation. Auf ihn berufen sich sowohl Täufer als auch Sozialreformer.

Reinhard Ellsel

Bekennende Kirche gestern und heute

Lied: Von guten Mächten 637;1;5;6

Ich möchte heute mit dem Text einer Postkarte beginnen. Sie diente dem Protest gegen die Verhaftung Pfarrer Martin Niemöllers. Es sind seine Worte:

Wir haben nicht zu fragen, wieviel wir uns zutrauen;

sondern wir werden gefragt, ob wir Gottes Wort zutrauen,

daß es Gottes Wort ist und uns tut, was es sagt!

Wir treffen uns heute, um über das Thema „Bekennende Kirche gestern und heute“ zu sprechen. Und ich bringe all jenen, die es nicht wussten eine frohe Botschaft:

Wir sind die bekennende Kirche. Wir haben es nur vergessen.
Ich sehe Fragezeichen bei dem einen oder anderen von Ihnen. Aber es stimmt.

Denn zumindest die meisten hier sind Mitglieder der Evangelischen Kirche Deutschlands. Und die Bekennende Kirche, die die Grundlagen des christlichen Glaubens in Bibel und Glaubensbekenntnis, sah wurde Teil der 1945 gegründeten EKD. Ihre Gründung beendete im kirchenhistorischen Sinn den von 33-45 herrschenden Kirchenkampf.

 

Was war das für ein Kirchenkampf?

 

Gehen wir zurück zur Machtergreifung Adolf Hitlers. In seinem öffentlichen Aufruf zur Machtergreifung bekräftigte Hitler am 31. Januar 1933: »Die Reichsregierung wird das Christentum als Basis unserer gesamten Moral, die Familie als Keimzelle unseres Volks- und Staatskörpers in ihren festen Schutz nehmen.« Das klingt erst einmal nicht falsch.

Jedoch verfolgte Hitler von Beginn an eine radikale Kirchenpolitik. Sein erstes Ziel war die Gleichschaltung der Kirche unter der Ideologie eines völkischen Christentums.
Der Führer verlangte den Zusammenschluss des in 28 Landeskirchen und in drei Konfessionen zersplitterten Protestantismus zu einer geeinten evangelischen »Reichskirche«. Sich selber sah er dabei als eine Art Papst.

Einige Teile der NSDAP strebten gar eine langfristige Auflösung und Ersetzung des Christentums durch ein Neuheidentum, den Neopaganismus, an.

Von Hitler unterstützt gewannen am 13. Juli 1933 die Deutschen Christen die Kirchenwahlen. Lediglich die Bischöfe der Landeskirchen von Bayern, Württemberg und Hannover gehörten ihnen nicht an.

 

Wer waren diese Deutschen Christen?

 

Die »Deutschen Christen«, waren eine 1932 gegründete Bewegung der dt. ev. Kirche die für das Folgende standen:

– die Eingliederung der Evangelischen Jugend in die HJ,
– die Entfernung des Alten Testaments aus der Bibel und
– die Einführung des »Arier-Paragraphen« in die Kirche.

Auf der im September folgenden Generalsynode der Evangelischen Kirche wurde Ludwig Müller, ein Hitler-Vertrauter, zum Reichsbischof gewählt. Von nun an waren Geistliche und kirchliche Verwaltungsbeamte „nichtarischer Abstammung“ gemäß dem Arier-Paragraphen in den Ruhestand zu versetzen, ebenso solche, die in Mischehen mit einer Person „nichtarischer Abstammung“ lebten.

Am Folgetag traf sich ein Kreis von Oppositionellen die auf der Synode am Diskutieren des Gesetzes gehindert worden waren. Auf Initiative der Niederlausitzer Pfarrer
Herbert Goltzen, Günter Jacob und Eugen Weschke gründeten sie den Pfarrernotbund. Ein paar Tage darauf traten ihm weitere Pfarrer, darunter auch Martin Niemöller und Dietrich Bonhoeffer, bei. Zwischen September 1933 und Januar 1934 waren bereits 7000 Pfarrer – ein Drittel der Geistlichen der evangelischen Kirche – dem Notbund beigetreten.

Um die seit 1933 entstandenen Pfarrernotbünde und Bekenntnisgemeinschaften zu einen, übernahm im März 1934 ein „Reichsbruderrat“ die Koordination und lud zur ersten Barmer Bekenntnissynode im Mai 1934 ein. Hier konstituierte sich die Bekennende Kirche. Sie verkündete, die einzige rechtmäßige evangelische Kirche in Deutschland zu sein. Sie arbeitete auf den Sturz des Reichsbischofs und die Ablösung der deutschchristlichen Kirchenregierungen hin.

 

Der bayerische Landesbischof Hans Meiser brachte den Spagat zwischen christlich motivierter Obrigkeitstreue und kirchenpolitischer Kritik gegenüber Hitler 1934 zum Ausdruck: »Dann bleibt uns nichts anderes übrig, als unseres Führers allergetreueste Opposition zu werden

 

Die in Wuppertal-Barmen versammelten Vertreter der Bekennenden Kirche verabschiedeten die Barmer Theologische Erklärung als Fundament ihrer Kirche.
Sie wurde im Wesentlichen von dem Theologen Karl Barth unter Mitarbeit von Thomas Breit und Hans Asmussen ausgearbeitet und gilt als wegweisendes Lehr- und Glaubenszeugnis der deutschsprachigen Kirche im 20. Jahrhundert. Da sie für einige Mitgliedskirchen der EKD zu den Bekenntnisgrundlagen für die Ordination von Pfarrern gehört, ist sie im Evangelischen Gesangbuch im Wortlaut abgedruckt. Eine Erklärung, die sich gegen die natürliche Theologie richtet und damit gegen die Ideologie der Deutschen Christen, die daran festhielten, dass es in der Kirche noch »andere Ereignisse und Mächte, Gestalten und Wahrheiten« gibt. Sehen Sie selbst.

Es gilt aber festzuhalten, dass gesamtkirchliche Konsequenzen, die aus dem Zusammenprall des kirchlichen Glaubensbekenntnisses mit der totalitären NS-Staatsideologie hätten folgen müssen, ausblieben. Selbst die Bekennende Kirche hielt sich bei staatlichen Belangen zurück. Sie legte immer Wert darauf, keinen politischen Widerstand zu leisten.

In der Einleitung des 1949 vom Bruderrat der EKD – dem Nachfolger des Bruderrates der Bekennenden Kirche – herausgegebenen Märtyrerbuches heißt es:

Alle, von denen in diesem Buch die Rede ist, … haben ihre Leiden nicht darum auf sich genommen, weil sie mit der Politik des Dritten Reiches nicht einverstanden waren und in ihr ein Verhängnis für unser Volk erkannten, sondern nur …, weil sie das Bekenntnis der Kirche angegriffen sahen und es, gelte es auch den Einsatz des Lebens, um der Treue zu Christus willen zu wahren hatten.“

Das ist aber überhaupt nicht das Bild, das sich in den Köpfen der meisten abzeichnet, wenn wir heute an die „Bekennende Kirche“ denken.

Wie kann das sein?

Das liegt an der Weitsicht von Persönlichkeiten wie Bonhoeffer und Niemöller und ihren Aussagen wie: „Wer fromm ist, muss politisch sein.“ und „Evangelium ist Angriff“. Die Gründungsmitglieder der Bekennenden Kirche hatten einfach nicht so weit gesehen und konnten sich das kommende Grauen überhaupt nicht vorstellen. Wer konnte das schon? Dass die absolute Trennung von kirchlichem und politischem Widerstand gar nicht bedacht wurde, lässt sich aus den rückblickenden Kritiken Mitwirkender erkennen. So erkannte der Theologe Karl Barth es Jahre später als Mangel an, dass die Barmer Erklärung das Schicksal der Juden nicht in den Blick genommen hatte.

Martin Niemöller, der 1937 verhaftet und als »persönlicher Gefangener des Führers«
ins KZ eingeliefert wurde, beschreibt seine und die Schuld der Kirche später mit den Worten: „Wir haben uns noch nicht verpflichtet gefühlt, für Leute außerhalb der Kirche irgendetwas zu sagen… so weit waren wir noch nicht, dass wir uns für unser Volk verantwortlich wussten.
Und ich denke, dass auch wir heute in gewisser Weise wieder an dieser Stelle stehen.
Niemöllers 1976 entstandenes Zitat

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

ließe sich meiner Ansicht nach für die heutige Zeit so übersetzen:

Wenn das Kreuz aus dem öffentlichen Raum verschwindet, schweige ich;
ich bin ja kein Hardliner.
Wenn Ökumene nicht gelebt wird, schweige ich; ich bin ja kein Katholik.
Wenn andere Religionen verachtet werden, schweige ich;
ich bin ja weder Muslim noch Jude.
Wenn meine Kirche verschwindet, wird es niemanden mehr geben, der protestiert.

Martin Niemöller hat immer darauf geachtet, dass er die oft schmale Grenze nicht überschritt, die den Kampf um die Freiheit und Reinheit der Verkündigung einerseits
und den politisch-militärischen Widerstand gegen Hitler andererseits trennte. Es stellt sich die Frage, ob er am Ende – wäre er in Freiheit geblieben – nicht auch den Weg Bonhoeffers beschritten hätte, der diesem den Tod gebracht hat.

Wie sah dieser Weg aus?

Dietrich Bonhoeffer entdeckte die Bibel und seine persönliche Frömmigkeit neu, während er über den Umgang mit dem nationalsozialistischen Staat nachdachte. Er gelangte zu der Überzeugung: Wer fromm ist, muss politisch sein.
Im Frühjahr 1933 äußerte sich der junge Theologe in großer Klarheit über das Verhältnis von Kirche, Staat und Öffentlichkeit. Kurz nach Einführung des Arier-Paragraphen hielt Bonhoeffer einen Vortrag vor Pfarrern in Berlin. Er erschien später unter dem Titel Die Kirche vor der Judenfrage. Darin hält er fest:
Eine Verstoßung der Juden aus dem Abendland muß die Verstoßung Christi nach sich ziehen; denn Jesus Christus war Jude.“

 

Schon 1933 beschreibt Bonhoeffer drei Formen, in denen die Kirche ihre Verantwortung gegenüber dem Staat ausüben muss:

  1. An den Staat gerichtet die Frage nach dem legitimen Charakter seines Handelns. Der Bayrische Landesbischof Bedford-Strohm setzt das, in seinem in der ZEIT erschienenen Artikel, mit dem heutigen Verständnis der „Kultur der Einmischung“ gleich.
  2. Die Kirche ist den Opfern jeder Gesellschaftsordnung in unbedingter Weise verpflichtet, auch wenn sie nicht der christlichen Gemeinde angehören. Dieser diakonische Dienst an den Bedürftigen zeigt sich heute, wenn Gemeinden für den Schutz von Flüchtlingen eintreten.
  3. …nicht nur die Opfer unter dem Rad zu verbinden (die Kirche soll also nicht nur vom Staat zugeführte Schmerzen lindern), sondern dem Rad selbst in die Speichen zu fallen (sondern sie soll den Staat daran hindern, daß er Unrecht tut). Das könnte man als Freibrief zum Widerstand in jeglicher Form missverstehen.

Aber Bedford-Strohm zeigt in seinem Artikel auf, dass auch wenn Bonhoeffer die Tötung Hitlers in Kauf nahm, als er sich an den Attentatsplänen beteiligte, dem Rad gewaltfrei in die Speichen zu fallen, für ihn absolute Priorität hatte.
Der gewaltfreie zivile Ungehorsam wird zur Christenpflicht, wenn es um den Erhalt eines friedlichen Miteinanders geht. Wenn wir begreifen, daß Jesus Christus der Herr der Kirche und der Herr der Welt ist, dann begreifen wir auch, dass „politisch-sein“ zu unserer Christenpflicht gehört.

Jetzt so kurz nach Ostern scheint die Osterbetrachtung des Theologen Hans Iwand passend:

Die Osterfeier sollte die Siegesfeier der Christen sein, die sie erinnert an jenen Tag, da Gott Christus zum Herrn der Welt setzte und alle Mächte und Gewalten, alle Throne und Herrschaften, wie es in der Bibel heißt, ihm unterordnete.

Die Bekennende Kirche war nur ein Anfang. Der Anfang zur Umkehr, indem wir wieder nach der wahren Kirche fragen und uns nicht vertrösten lassen mit dem billigen Verweis auf die unsichtbare Kirche. Wir dürfen die Einheit, die aufgeleuchtet hat, nicht wieder vergessen, genauso wenig wie die Schäden, die offenbar wurden. Wenn wir verstummen, verstummt die Kirche. Ich weiß nicht, ob es reicht, sich das Stuttgarter Schuldbekenntnis aus dem Jahre 1945 zu Herzen zu nehmen:
„…wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben.“

Aber ein Anfang wäre es, auch wenn ich mir persönlich wünschen würde, daß wir alle etwas mehr dem Geist Bonhoeffers folgten und unser und des Staates Tun mehr am Glaubensbekenntnis messten.

 

Lied: Oh daß ich tausend Zungen hätte 330;1;2;6

Lassen Sie uns gemeinsam das Glaubensbekenntnis sprechen:

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.

Clarissa Dreier

Reformation am Küchenherd (Buchprojekt)

Reformation am Küchenherd

Dafür benötigen wir noch zahlreiche Zusendungen von alten und neuen Rezepten der Borgsdorfer.

Um das Buch etwas aufzulockern freuen wir uns auch über Fotos aus Borgsdorf: Aus der Küche, von Festtafeln, Feiern.

Sie können die Unterlagen gerne im Kirchensekretariat abgeben, per Mail an buero@kirche-borgsdorf.de schicken oder Clarissa Dreier unter der 0172/8538503 anrufen, die es dann gerne bei Ihnen abholt.

Wir freuen uns auf viele abfotografierte, handgeschriebene und getippte Beiträge.

Bitte notieren Sie ihren Namen und Telefonnummer auf den Unterlagen, damit wir gegebenenfalls bei Nachfragen auf Sie zukommen können.

Clarissa Dreier

Neues vom Kindergottesdienst

Seit einigen Jahren gibt es in unserer Gemeinde einmal im Monat parallel zum Gottesdienst auch einen Kindergottesdienst. Im vergangenen Jahr war dabei jedoch verstärkt zu beobachten, dass dieses Angebot von den Eltern und Kindern nur noch sehr wenig angenommen wurde. Zudem sind aus unterschiedlichen Gründen Ehrenamtliche aus dem Kindergottesdienst-Team ausgeschieden. Diese Situation wollen wir daher nicht unreflektiert Aufrecht erhalten und haben nach neuen Ideen gesucht. Die Kindergottesdienste werden demnach erst einmal nicht mehr angeboten. Kinder, die natürlich weiterhin gern im Gottesdienst gesehen sind, finden auf den letzten Bankreihen Malbretter und Bücher, mit denen aufkommende „Langeweile“ sicher gut überbrückt werden kann. Weiterhin planen wir in diesem Jahr drei Familiengottesdienste, damit alle kleinen und großen Besucher gemeinsam Gottesdienst feiern können. Wer sich bei diesen einbringen möchte oder sich vorstellen kann, einen Neustart beim Kindergottesdienst zu leiten oder zu unterstützen, ist herzlich willkommen. Bitte sprechen Sie dazu die Mitglieder des Gemeindekirchenrates an oder schreiben ein Mail an gkr@kirche-borgsdorf.de.

Romy Segler und Heike Lemmel

Familienfreizeit 2017

Auch in diesem Jahr wird es eine Familienfreizeit geben. Das Ziel ist wieder Storkow, allerdings wird sonst vieles anders werden. Unser Domizil ist dieses Mal das CVJM Freizeitgelände im Ortsteil Wolfswinkel (www.cvjm-camp.de) mit direktem Zugang zum Storkower See. Das Freizeithaus, mit 2-6-Bett-Zimmern, ist komplett für uns reserviert und wir kochen selber. Auf dem Gelände gibt es viele Möglichkeiten zur Bewegung und zum Verweilen. Wir freuen uns über viele kleine und große Menschen, die vom 6.-8. Oktober 2017 mit uns nach Storkow fahren! Es gibt Zeit mit der eigenen Familie, Zeit mit anderen (großen und kleinen) Familien und Zeit in Gesprächen und Aktionen den eigenen Glauben zu ergründen. Der Reisepreis beträgt für Kinder ab 3 Jahren 30 EUR und für Erwachsene 45 EUR. Darin enthalten sind die Kosten für die Unterkunft und die Verpflegung von Freitagabend bis Sonntagmorgen. Anmeldungen bitte bis zum 4. Juli an Heike Lemmel (familienfreizeit-borgsdorf@online.de oder 03303/816 710) oder über die in der Kirche ausliegende Liste.

Es freuen sich auf Euch

Heike Lemmel und Romy Segler

 

Einführungsgottesdienst am 15. Januar

Im Rahmen des Gottesdienstes werden die neu gewählten und die wieder gewählten Mitglieder des Gemeindekirchenrates und die Ersatzmitglieder in ihr Amt eingeführt. Insbesondere geben sie Ihr Ältestenversprechen vor der Gemeinde ab.

Nach dem Gottesdienst gibt es die Gelegenheit sich bei einem Glas Sekt oder anderen Getränken auszutauschen ins Gespräch zu kommen oder sich einfach kennen zu lernen.

Dr. Frank Blum

GEDENKTAG FÜR DIE OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS

Kann man Musik verbieten?

Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus findet am 27. Januar in der Kirche Borgsdorf um 19 Uhr ein Konzert statt, das wir gemeinsam mit  Nordbahngemeinden mit Courage  und dem  Kulturkreis Hohen Neuendorf  veranstalten.

Barbara Sadowski (Violine) und Annette Wizisla (Klavier, Gesang) präsentieren ausgewählte Musikstücke aus Klezmer, Musik der Sinti und Roma, Filmmusiken u.a.

Dr. Frank Blum

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