Von der Jahreshauptversammlung des Fördervereins „Kirche in Pinnow e.V.“

logo: Fahrradkirche PinnowNeunzehn Mitglieder waren am Abend des 27. Februars im Gemeinderaum erschienen, um zu erfahren, welche Vorhaben diesjährig in Pinnow geplant sind, aber auch was geschafft

wurde und nicht zuletzt, um den Vorstand zu entlasten und neu zu bestätigen. Dies geschah dann auch einstimmig unter der Leitung von Werner Schötz, nachdem der Vorsitzende Klaus Sokol und Bauberater Wolfgang Thumann, sowie die Schatzmeisterin Claudia Jacob ihre Berichte abgegeben hatten. Herr Schötz konnte zuvor bekannt geben, dass es bei der durchgeführten Kassenprüfung keine Beanstandungen gab.

Vorrangige Projekte in der Kirche sind zunächst der Abriss des Kamins an der Südwand und die folgende Quadrierung durch Restaurator Schneider. Leider musste die Ulme auf dem Kirchengelände kurzfristig gefällt werden. Nachdem ein sehr großer Ast abgebrochen war, wurde ersichtlich, dass der kranke Baum innen bereits sehr stark ausgehöhlt war.

Nach Abschluss des offiziellen Versammlungsteils konnten wir uns an einem interessanten Vortrag von Dr. Gerd Kley über das „Kreuz am Kremmener Damm“ erfreuen, das an die dortige Schlacht von 1412 erinnert. Detailliert schilderte uns der in Schwante wohnende Hobby-Historiker die damaligen Geschehnisse und ihre deutschlandweiten Zusammenhänge. Dazu wurden per Beamer viele Bilder, teils auch von Originaldokumenten, gezeigt.

Als weiterer Gast war Frau Heike Weißapfel vom Oranienburger Generalanzeiger anwesend. Ihr Artikel ist in der Ausgabe vom 3. März nachzulesen.

Heinz Gnoss

Weitergehende Informationen:

http://www.suehnekreuz.de/brandenburg/kremmen.htm

 

Pinnower Kirche wird innen immer grüner MOZ.de

Pinnow (MZV) Die Sanierung des Pinnower Kircheninneren wird dieses Jahr fortgeführt. In seiner Jahresversammlung gab der Förderverein der Kirche am Freitagabend einen Überblick über seine Arbeit und künftige Vorhaben.

Die Decke der Kirche ist frisch geweißt – und das war im vergangenen Jahr auch das Teure an der Sanierung. 11 500 Euro hat der Förderverein der Pinnower Dorfkirche dafür ausgegeben, davon alleine 4 500 Euro für das Gerüst, das gemietet werden musste. 7 700 Euro hat die Restaurierung der Kanzel gekostet, berichtete Claudia Jakob, Schatzmeisterin des Vereins. Restaurator Ulrich Schneider hat auch die Quadrierung der Wände Rechteck für Rechteck weiter fortgeführt. Mit 1 600 Euro schlugen die Arbeiten zu Buche. 600 Euro Strom wurden 2014 in der Kirche verbraucht – vor allem auch für den Heizlüfter, der für die Restaurierung eingesetzt werden musste. Zu den weiteren Ausgaben zählen neue Faltblätter, die 2 400 Euro gekostet haben, aber auch Gema-Gebühren von 218 Euro, die bei den Veranstaltungen anfallen. „Wir können aber nicht immer nur Musik von Leuten spielen, die länger als 70 Jahre tot sind“, sagte Sokol mit Blick auf Veranstaltungen mit jungen Leuten.

Einnahmen hatte der Verein aber auch. Zu den Beiträgen der gut 60 Mitglieder kommen Erlöse aus den Konzerten sowie Spenden. Eine verstorbene Borgsdorferin hatte beispielsweise vor ihrem Tod statt um Grabschmuck um Spenden für die Sanierung gebeten. 1 000 Euro kamen auf diese Weise zusammen. Die Stadt Hohen Neuendorf hat 5 000 Euro gegeben. Der Vereinsvorsitzende Klaus Sokol will deshalb den Bauausschuss in diesem Jahr wieder einmal einladen, um zu zeigen, wofür die Mittel verwendet worden sind – und um gelegentlich weitere zu beantragen. Immerhin gebe es in einigen Fraktionen der Stadt Interessierte an der Pinnower Kirche.

„Wir müssen realistisch denken, aber wir schaffen ja auch was“, erklärte Sokol. In diesem Jahr soll Restaurator Schneider die zweite Wand weiter in grüner Marmoroptik ausmalen. 13 000 Euro sind für die Renovierung der Empore veranschlagt.

„Der innere Schornstein wird zurückgebaut, sodass eine glatte Seitenwand entsteht“, informierte Wolfgang Thumann vom Vorstand des Vereins. Auf eine Spende der Sparkassenstiftung hofft der Fördervein auch wieder. Eine solche zu akquirieren war dem Vorstandsmitglied Professor Johann Adrian gelungen. Der Vorstand wurde nach dem Bericht von etwa 40 anwesenden Mitgliedern einstimmig entlastet -und auch gleich wiedergewählt.

Nach der Fördervereins-Pflicht gab es als Kür einen Vortrag von Dr. Gerd Kley über das Kreuz am Kremmener Damm. Der Physiker aus Schwante, der sich seit vielen Jahren hobbymäßig mit Geschichte befasst, kann nicht nur alle historischen Friedrich- und Wilhelm-Größen von den ersten Hohenzollern in der Mark spielend leicht auseinanderhalten, sondern versteht die Geschichte auch lebendig darzustellen.

Johann von Hohenlohe ist das steinerne Kreuz am Kremmener Damm gewidmet. Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen, hat es 1845 als „vaterländisch sinnvolles Denkmal“ bei Friedrich August Stüler, der auch Erbauer der Pinnower Dorfkirche war, in Auftrag gegeben. Es ersetzte ein hölzernes Kreuz. „Es war gar nicht üblich, an eine Schlacht mit einem Kreuz zu erinnern“, erklärte Kley, eher schon an ein Mordopfer. Kurzweilig beschrieb Gerhard Kley die mittelalterlichen „Quitzows, Bülows, Rochows, Putlitze und Bredows“ in der Region viel eher als verhasste Raubritter denn als edle Recken. Die Schlacht auf dem schmalen Kremmener Knüppeldamm sei ein letztlich begrenztes Gemetzel gewesen unter der Ägide von Landadligen gegen die Vertreter von Friedrich I., den damaligen Markgrafen von Brandenburg. Für diesen kämpfte und starb Johann von Hohenlohe.

„Im Jahre des Herrn 1412 d. 24. Oct. am St. Columbani Tage fiel hier der edle Herr Johannes Graf zu Hohenloh“ steht auf dem Sockel des Kreuzes. Noch heute wird das Denkmal von den beiden Bäumen gesäumt, die vor 170 Jahren mit der Setzung des Steins gepflanzt wurden.

Nach Kleys Recherchen war der Graf zu Hohenlohe allerdings nicht besser als seine Kontrahenten, sondern andauernd in Fehden verwickelt. Er galt als verschwenderisch, so Kley, was ihn auch dazu trieb, ungesetzliche Taten zu begehen. Insofern scheint er des ehrenden Kreuzes auch nicht würdig – was die Geschichte selbst keineswegs weniger interessant macht.

Abdruck des obigen Artikels mit freundlicher Genehmigung des Oranienburger Generalanzeigers, Heike Weißapfel 3.3.2015 09:00 Uhr

http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1372338

Kultursonntage

Im Jahr 2004 startete der Förderverein die Reihe der Kultursonntage. An sieben Sonntagen in den Monaten April bis September standen Lesungen, Konzerte und Ausstellungseröffnungen auf dem Programm, die sich großer Beliebtheit beim Publikum erfreuten. Die Reihe wurde erfolgreich fortgesetzt. Die Kultursonntage sind ein großer Erfolg und im kulturellen Leben der Region fest etabliert.

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Auch im Jahr 2018 stellen wir Ihnen unsere aktuelle Veranstaltungsreihe vor. Das Programm wurde auch in diesem Jahr sehr vielfältig und interessant zusammengestellt.

Hier können Sie auch den aktuellen Flyer herunterladen.

Es ist sicherlich für jeden etwas dabei:

 

Startkapital

Im Jahr 2003 erhielt der Förderverein ‚Kirche in Pinnow‘ den Förderpreis des Vereins „Alte Kirchen Berlin-Brandenburg“ und der Robert-Bosch-Stiftung.

Der Vorstand hatte sich wie 32 andere Fördervereine um diesen Preis beworben, mit dem das Engagement neu gegründeter Vereine gewürdigt werden soll. Bereits zum zweiten Mal wurde dieser Preis vergeben: 2.500 Euro erhält jeder Preisträger.Bewerben konnte sich jeder Verein, der zwischen Januar 2002 und Februar 2003 neu gegründet wurde. Eingereicht werden mussten die Vereinssatzung und eine Darstellung der Vereinsarbeit.

„Preise hätten eigentlich alle 33 Vereine verdient, die uns ihre Bewerbungen zum Wettbewerb „Starkapital für Kirchen-Fördervereine 2003″ zugesandt hatten,“ hieß es in einer Mitteilung der Jury . Denn jede Einsendung zeugte von großem Engagement und vielen Ideen. Ausgezeichnet wurden schließlich 11 Vereine.

Frank Bergmann, damaliger Vorsitzender des Fördervereins „Kirche in Pinnow“ nahm den Preis aus den Händen von Angus Fowler, Vorsitzender des Förderkreises Alte Kirchen, entgegen.

Die schwierige Arbeit der Jury leisteten Frau Schiemann als Vertreterin des Brandenburger Kulturministeriums, Matthias Hoffmann-Tauschwitz als Vertreter der Landeskirche, Viola Seeger als Vertreterin der Robert Bosch Stiftung, Hans-Joachim Wede aus der Sicht der Fördervereine und FAK-Vorstandsmitglied Günter Schöne, jahrzehntelang Pfarrer in Landgemeinden.

In Brandenburg bestehen inzwischen weit über hundert Fördervereine für Kirchen – sie leisten eine wichtige Arbeit für die Erhaltung der wertvollen Gebäude, sie bereichern das kulturelle und gesellschaftliche Leben ihrer Kommunen. Die Leistungen dieser Vereine und Initiativen ist inzwischen vielerorts unersetzbar geworden.

Weg zur Kirche

Viele Wege führen nach Pinnow.

Mit dem Fahrrad, dem Auto und Öffentlichen Verkehrsmitteln können Sie die Kirche in Borgsdorf-Pinnow erreichen.
Aus dem Berliner Zentrum kommend fahren Sie mit dem Auto über den Berliner Ring (A 10) und benutzen die Ausfahrt Birkenwerder (Nr. 33) auf dem nördlichen Abschnitt.
Aus Frohnau und Hermsdorf benutzen Sie bitte die B 96 in Richtung Oranienburg.

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In der Ortsdurchfahrt Borgsdorf biegen Sie an der Kreuzung mit der Landesstraße 20 links in Richtung Velten ab. Hinter der Brücke über den Oder-Havel-Kanal liegt die Kirche auf der linken Seite. In der unmittelbaren Nähe zur Kirche stehen Parkplätze nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung.
Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln fahren Sie mit der S-Bahn (Linie S1) bis zum S-Bahnhof Borgsdorf (alle 20 min.). Von dort fährt der Bus 816 (alle 60 min.) direkt bis zur Kirche. Bei schönem Wetter bietet sich ein Spaziergang an (ca. 25 min.).

Ideales Ziel ist die Kirche für eine Fahrradtour: Der Radfernweg Berlin-Kopenhagen liegt nur ca. 2 min entfernt. Auf dem Abschnitt Lehnitz-Borgsdorf verlassen Sie den Radweg und folgen dem straßenbegleitenden Radweg in Richtung Velten. Achten Sie auf die grünen Hinweisschilder zur Kirche. In der Ortsdurchfahrt Alt-Borgsdorf endet der Radweg.

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Offene Kirche

Wir laden sie ein…

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Auch in diesen Jahr wird die Kirche in Pinnow im Frühling und Sommer zum Staunen, zur Besinnung und zum Gebet offen stehen.

In der Zeit von April bis September wird die Kirche für Besucher samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet sein. Unsere Kirche ist im landesweiten Verzeichnis des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg aufgenommen.

Gehen Sie auf Ihre Entdecker-Tour. Treten Sie in die Kirchen hinein: Schauen Sie sich um, gönnen Sie sich einen Moment der Besinnung oder finden Sie Ruhe zum Gebet. Sie sind in unserer Kirche willkommen!

Gottesdienste finden in der Regel einmal monatlich in Pinnow statt. Bitte achten Sie auf die Termine in der Rubrik Gottesdienste und auf die Ankündigungen in den Schaukästen! Verzeichnis der Offenen Kirchen in Brandenburg

Radfahrerkirche

Anhalten – ausspannen – weiterfahren
Sie kennen Autobahnkirchen oder haben schon davon gehört? Seit 2005 gibt es im Land Brandenburg etwas neues: Die Dorfkirche Pinnow, 1862 von Friedrich August Stüler erbaut, ist die erste Radfahrerkirche am Radweg Berlin-Kopenhagen. Nutzen Sie die Möglichkeit zur anderen Einkehr!
Am Sonntag, dem 1. Mai 2005 (Rogate) wurde mit einem ökumenischen Eröffnungsgottesdienst die Kirche dieser weiteren Bestimmung übergeben.

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Die Kirche ist in jedem Jahr von Mai bis September sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Folgende Angebote bieten wir Radfahrern und anderen Besuchern:

 
•    Kinderbibel zum Vor- und Selberlesen
•    Kompass-Bibel: Gehen Sie auf Entdeckungsreise durch das Buch der Bücher. Farbige Sonderseiten vermitteln Ihnen den Durchblick, den Sie für die selbstständige Bibellektüre brauchen.
•    Werkzeug für die kleine Panne: Schraubenschlüssel, Luftpumpe, Reifenheber, Flickzeug, …
•    Wechselnde Ausstellungen zu Themen, die den Glauben und die Weltfragen allgemein berühren.
•    Informationen zur Kirche und zum Baumeister Friedrich August Stüler