Bischof Stäblein besucht Borgsdorf-Pinnow

Mitten im Lockdown ist nicht nur alles anders, sondern manchmal auch überraschend und schön. So war es auch am 3. Sonntag nach Epiphanias, dem 24. Januar.

 

 

 

 

 

 

Bischof Stäblein kam zu uns nach Borgsdorf, feierte mit uns Gottesdienst und predigte über das Buch Rut. Der Besuch war geplant, durfte aber vorher nicht bekannt gegeben werden. Denn so ist das eben auch im Lockdown – Schönes kann nicht immer groß verbreitet und gefeiert werden. Doch Bischof Stäblein war auch gekommen, um mit uns vor Ort zu sprechen und zu erfahren, wie es uns inmitten der Pandemie geht als Kirche und als Gemeinde. Und so kam er mit dem Gemeindekirchenrat und Pfarrerin Telschow nach dem Gottesdienst intensiv ins Gespräch. Probleme, aber auch Neues, was aus der Krise entstanden ist, wurden besprochen. Besonders wichtig war Bischof Stäblein, dass aber jede Kirchengemeinde in diesen Zeiten selbst entscheiden müsse, was möglich ist und was nicht. „Deshalb sind wir evangelisch, sind wir Protestantinnen und Protestanten: Die Entscheidung bleibt in der Gemeinde.“ Als Bischof stehe er hinter unseren Entscheidungen. Er wisse um unsere Verantwortung, bedankte sich sehr für unser Engagement in diesen Zeiten und freut sich schon auf ein Wiedersehen.

Pfarrerin Telschow

Gottesdienste

Aktuelle Information zu den Gottesdiensten und offener Kirche

Ab dem 17. Januar werden wir wieder gemeinsam Gottesdienste feiern, in Form von Kurzgottesdiensten mit einer Dauer von ca. 25 Minuten.

Nach einer kräftigen Lüftungspause werden wir die Kirche im Anschluss noch bis ca. 12 Uhr öffnen, für individuelle stille Zeit.

Ihr Gemeindekirchenrat

Gottesdienste im Radio

Es gelten die Einschränkungen nach den allgemeinen Hygieneregeln. Alle anderen Veranstaltungen der Gemeinde werden bis auf weiteres ausgesetzt.

Weitergehende Informationen können Sie von der Landeskirche erhalten.

Herzliche Grüße

Ulrike Telschow, Pfarrerin

Kirchwald

Liebe Borgsdorfer*innen,

da es einige Anfragen zur Rodung des Wäldchens im Kirchgarten gibt, wollen wir Ihnen und Euch ein paar Informationen dazu zur Verfügung stellen:

Wir wurden vor ca. 1,5 Jahren von der Forstverwaltung darüber informiert, dass der Wald auf unserem Nachbargrundstück gerodet wird, da die Kiefern ihre Lebensdauer erreicht haben. In diesem Zuge könnten wir das Wäldchen auf unserem Grundstück auch roden lassen, da sie das gleiche Alter haben. Der Genehmigung durch die zuständigen Behörden stand nichts im Wege.

Die Situation stellte sich uns folgendermaßen dar: Wenn Bäume alt werden, werden sie langsam brüchig. Wenn die Bäume auf dem Nachbargrundstück gerodet sind, sind unsere alten Kiefern dem Wind voll ausgesetzt und würden dem – auch aufgrund der ungünstigen Wetterverhältnisse nicht lange standhalten. Wir sind ohnehin verpflichtet, dafür zu sorgen, dass sie keine Gefahr für Menschen auf der Straße, dem Gehweg oder dem Grundstück darstellen.

Bei einer Begehung auf dem Grundstück wurde deutlich, dass einige Kiefern dringend gefällt werden müssten und auch der übrige Bestand nicht mehr viele Lebensjahre hätte. So wären sie vermutlich einzeln in den nächsten paar Jahren gefällt worden. Aber es wurde auch klar, dass viele kleine Bäumchen gerade aus ihren Samen kommen. Diese sieht man zwar nach dem Fällen nicht mehr, sie richten sich jedoch im Frühjahr wieder auf und haben dann viel Licht und Platz zum Wachsen.

An dieser Stelle spielten verschiedene Überlegungen eine weitere Rolle: Das Fällen einzelner Bäume ist deutlich aufwendiger und teurer. Bäume die so alt und brüchig sind, dass sie gefällt werden müssen, haben kein verwertbares Holz. Auf unsere Kirchengemeinde wären bei diesem Vorgehen Ausgaben zugekommen, die wir nicht hätten finanzieren können – wir sind keine reiche Kirchengemeinde.

Insgesamt stellte sich das Abholzen auch unseres Anteils des Wäldchens als einzig gangbare Lösung dar und so haben wir uns dafür entschieden, wenn auch schweren Herzens. Darüber haben wir die Kirchengemeinde informiert und auch eine Begehung des Wäldchens zur Information angeboten, die jedoch nicht genutzt wurde.

Wie es jetzt weitergeht: Wenn die Bäume abgeräumt sind, werden wir das Grundstück begehen und einiges an Schutt räumen. Wir überlegen, die Stümpfe für die Verwertung durch die Insekten stehen zu lassen und das übrige Holz für einen Naturzaun zu nutzen. Wir werden sehen, wie viele kleine Bäumchen sich schon ausgesät haben und welche Sorten wir noch für den zukünftigen gesunden kleinen Wald dazu setzen können. Gerne nehmen wir auch Baumspenden entgegen.

Der Gemeindekirchenrat Borgsdorf-Pinnow

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